PM: Bündnis gegen Rassismus kritisiert Eröffnung eines AfD Parteibüros

 Am 29. Mai 2018 um 14:00 Uhr eröffnet MdB Berengar Elsner von Gronow ein „Bürgerbüro“ in Soest (Isenaker 4, 59494). Das Bündnis gegen Rassismus kritisiert, dass Rechtsextreme nun eine Infrastruktur in der Soester Innenstadt haben.

 

Zwar ist die AfD nun in den Bundestag eingezogen, dadurch ist Sie jedoch keineswegs gemäßigter geworden. Recherchen von „ZEIT ONLINE“ ergaben vielmehr, dass die „Alternative für Deutschland“ mit Hilfe von Steuergeldern ein rechtsextremes Netzwerk von Mitarbeitern im Bundestag aufgebaut hat¹. „Es besteht zu befürchten, dass die AfD nun auch mitten in Soest Neonazis oder Rechtsextreme beschäftigt“, so das Bündnis gegen Rassismus.

 

Von Gronow gibt zwar offiziell an, einer gemäßigteren Strömung innerhalb der AfD anzugehören, als jedoch 2016 interne Chatprotokolle der AfD öffentlich wurden, zeigte sich, dass von Gronow die Grundwerte unserer Demokratie verachtet. Damals schrieb er seinen Parteigenossen „Demokratie ist halt nur gut, wenn sie einem nützt.“²

 

Auch unter den Soester Parteimitgliedern finden sich zweifelsfrei Rechtsextremisten. Nur ein Beispiel ist das Kreistags- und Stadtratsmitglied Harald Blankenhahn, welcher auf seiner Facebook-Seite u.a. eine differenzierte Betrachtung der SS verlangt und bedauert, dass Angela Merkel heutzutage nicht enthauptet werden kann.³

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¹https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-03/afd-bundestag-mitarbeiter-rechtsextreme-identitaere-bewegung

²https://www.stern.de/politik/deutschland/whatsapp-gruppe-afd-nordrhein-westfalen---demokratie-ist-nur-gut--wenn-sie-einem-nuetzt--7206824.html

³ Vgl. die Bildschirmaufnahmen 1 & 2. Das Facebook Profil von Harald Blankenhahn ist öffentlich einsehbar.