Demos gegen die AfD in Werl und Soest!

Am 03./04. September in der Soester Stadthalle und am 10./11. September in der Werler Stadthalle will die „Alternative für Deutschland“ ihre Landesversammlungen abhalten. Wir rufen dazu auf vor Ort gegen die AfD zu protestieren!

 

Die Politik der AfD ist nationalistisch, rassistisch und reaktionär. Sie stellt eine Bedrohung für unsere Vorstellung einer pluralistischen, demokratischen, freien und sozial gerechten Gesellschaft dar. Deshalb werden wir der AfD in Soest & Werl keine Ruhe lassen und gegen sie auf die Straße gehen! Lautstark, entschlossen und solidarisch!

 

Kein Platz für Rassismus!

 

 


Die Gründe für unseren Protest haben wir bereits im Juli erläutert:

 

Warum gegen die AfD demonstrieren?

 

Wir erleben eine Zeit in der gewalttätige Angriffe auf Geflüchtete und ihre Unterkünfte ebenso Normalität sind wie abgeschottete Fluchtwege, welche zu tausenden Toten im Mittelmeer führen. Nicht weniger erschreckend sind die vielen Menschen, welche in Deutschland jede Woche bei Aufmärschen von Bewegungen wie „PEGIDA“ oder rechten Parteien wie der AfD dafür demonstrieren, dass diese gewalttätigen Zustände durch Gesetze gestützt werden.

 

Ursprünglich als „Anti-Euro“-Partei gestartet, hat sich die „Alternative für Deutschland“ mittlerweile zum parlamentarischen Arm sogenannter „besorgter BürgerInnen“ entwickelt und betreibt eine offen rassistische und reaktionäre Politik. Dabei will sie die Angst der Menschen vor dem sozialem Abstieg und dem vermeintlich „Fremden“ nutzen. Sie verbreitet Ausgrenzung und zeichnet dabei „den Islam“ als Feindbild, wobei sie sich eindeutiger völkischer Ressentiments bedient. Sie ist Nutznießerin wie auch Motor der andauernden Stimmungsmache gegen Geflüchtete. Ihre rassistische Einstellung wird nicht nur durch die regelmäßigen menschenverachtenden „Provokationen“ ihres Führungspersonals belegt, sondern auch durch zahlreiche nachgewiesene Verknüpfungen in die Neonazi-Szene.

Die „Alternative für Deutschland“ steht aber nicht nur in Opposition zu Geflüchteten und hier lebenden MigrantInnen, sie präsentiert sich aus als Feindin moderner Errungenschaften. Ein modernes, emanzipatorisches Familien- und Geschlechterverständnis lehnt die AfD grundsätzlich ab. Stattdessen wird lauthals ein reaktionäres Familienverständnis propagiert, in dem „traditionelle“, d.h. patriarchale, Rollenbilder Prinzipien wie Gleichberechtigung, Vielfalt und Freiheit der Lebensgestaltung (wieder) ersetzen sollen. Auch zur Homosexualität stehen viele AfD-Mitglieder in offener Feindschaft. Darüber hinaus vertritt sie auch noch eine zutiefst unsoziale Politik.

 

Die AfD braucht diese Versammlungen, um sich für den Landtagswahlkampf 2017 in NRW aufzustellen – auch nach der Absetzung des Parteigründers Bernd Lucke kämpfen der offen völkisch agierende Teil und der „nur“ neoliberal-nationalistische Teil um Macht und Posten. Wir wissen jetzt schon: Auf der Landeswahlliste werden die Menschen gewählt werden, welche am Besten darin sind Hass auf Geflüchtete und MigrantInnen zu erzeugen und zu verbereiten.

 

Dies alles werden wir nicht hinnehmen! Auf die Straße gegen die AfD in Werl und Soest!

 

Überblick über den geplanten Protest:

  • Samstag, 03.09.16; 09:00 Uhr; Soest: Kundgebung mit anschließender Demonstration
  • Sonntag, 04.09.16, Soest: Kleinere Kundgebungen an den Stadthallen
  • Samstag, 10.09.16; 09:00 Uhr; Werl: Kundgebung mit anschließender Demonstration
  • Sonntag, 11.09.16, Werl: Kleinere Kundgebungen an den Stadthallen

Nicht vom Bündnis organisierte Veranstaltungen:

  • Freitag, 02.09.16; Soest Podiumsdiskussion in der Stadthalle über das Parteiprogramm der AfD (Grüne KV Soest)
  • Samstag, 03.09. 16; Soest "Diakonietag - Die Fülle des Lebens teilen" (Diakonie & co)
  • Samstag, 10.09.16; Werl "Fest der Kulturen" - Vom Marktplatz bis zur Basilika (Integrationsrat Werl)

 

 

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AfD in Werl, die Zweite

 

 

Wie zufällig im Stadtrat in Werl bekannt wurde, hat die AfD mit dem Termin zum Landesparteitag die Stadthalle für den 10./11. September für ihre Landeswahlversammlung gebucht. Auf dieser wird die NRW Landesliste gewählt und damit Grabenkämpfe in der AfD ausgefochten. Der Bürgermeister scheint die Veranstaltung absichtlich verschwiegen zu haben. (Quelle: Soester Anzeiger)

 

Auch zu diesem Termin werden wir die Partei – aus den im letzten Aufruf genannten Gründen – nicht in Ruhe lassen. Weiteres folgt!

 

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Erstes Fazit: Erfolgreicher Protest gegen den AfD-Parteitag in Werl

Über 500 Menschen demonstrierten heute anlässlich des Landesparteitages der Alternative für Deutschland (AfD) in Werl gegen rassistische Hetze. Bereits ab dem frühen Morgen beteiligten sich mehr als 100 DemonstrantInnen an den Protesten gegen die AfD. Neben einer Kundgebung des Bündnisses gegen Rassismus im Kreis Soest direkt vor der Stadthalle in Werl protestierten AktivistInnen an verschiedenen Zufahrten zur Stadthalle lautstark. Immer wieder geriet die Anreise der AfD-TeilnehmerInnen trotz der massiven Polizeipräsenz ins Stocken, die AfD-AnhängerInnen wurden teilweise umgeleitet oder zogen es selbst vor, dem Protest über Umwege auszuweichen.

 

Um 11 Uhr startete die zentrale Kundgebung des Bündnisses gegen Rassismus im Kreis Soest an der Melsterstraße mit mehreren hundert TeilnehmerInnen.  Kathrin Vogler (MdB „Die Linke“) deckte falsche Versprechungen der AfD im Bezug auf die Sozialpolitik auf. Zusätzlich sprachen Dennis Deutschkämer (Landesvorstand Piraten NRW) und Michael Bruns (Ortsvorstand der IG Metall) sowie ein Vertreter der DKP.

 

Im Anschluss zog die Demonstration lautstark durch die Werler Innenstadt und wuchs dabei auf knapp 750 TeilnehmerInnen an. Die vielen mitgeführten Transparente und Schilder verdeutlichten dabei die breite Ablehnung, auf die die AfD und ihre rassistische Politik auch im vermeintlich beschaulichen Werl stieß. Bei der Zwischenkundgebung sprach Carsten Peters, Sprecher des „Keinen Meter“-Bündnisses aus Münster über den Zusammenhang von rassistischer Hetze im Internet und der steigenden Zahl von Angriffen auf Geflüchtete. Der Antifa AK Köln benannte die gesellschaftlichen Zusammenhänge, welche das Erstarken der AfD ermöglichen, und formulierte Konzepte zum Umgang mit der Partei und rassistischer Politik im Allgemeinen.

 

Die Demonstration wurde schließlich gegen 13 Uhr vor der Stadthalle in Werl nach weiteren Redebeiträgen ohne Zwischenfälle beendet. Währenddessen wurden beim Landesparteitag der AfD immer wieder JournalistInnen des Saales verwiesen, wenn sie der AfD als KritikerInnen bekannt waren. Zudem berichteten anwesende JournalistInnen, dass sie gezielt fotografiert worden seien und ihre Arbeit immer wieder gestört wurde. Hier wurde offensichtlich versucht, unliebsame Berichterstattung zu verhindern.

 

Das Bündnis gegen Rassismus im Kreis Soest zieht dennoch ein positives erstes Fazit: „Wir sind froh, dass so viele Menschen heute den Weg nach Werl gefunden haben, um der AfD die rote Karte zu zeigen,“ so Pressesprecher Sven Sladek, „wir danken allen, die mit uns gemeinsam gegen rassistische Hetze auf der Straße waren. Darauf werden wir aufbauen."

 

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Ablauf der Demo / Karte

Zur allgemeinen Info hier noch mal eine Karte vom Demonstrationsgebiet:

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PM: Prominente Redner bei Demonstration am 02. Juli in Werl

Das Bündnis gegen Rassismus Kreis Soest erwartet am Samstag den 02. Juli prominenten Besuch auf ihrer Demonstration gegen den Landesparteitag der „Alternative für Deutschland“. Auf der Demonstration wird unter anderen Kathrin Vogler, Mitglied des Bundestages für die Partei „Die Linke“, falsche Versprechungen der AfD im Bezug auf Sozialpolitik aufdecken. 

 

Der Grüne Ratsherr und Sprecher des „Keinen Meter“-Bündnis aus Münster Carsten Peters wird sich in seiner Rede hingegen mit den steigenden Angriffen auf Flüchtlingsunterkünfte und Hetze im Internet beschäftigen – Entwicklungen an denen die AfD stark mitgewirkt hat. Ebenfalls zugegen sein werden Dennis Deutschkämer, Mitglied des Landesvorstands der Piraten und Michael Bruns, Orstvorstand der IG Metall und Betriebsrat bei einem Betrieb in Werl  sowie ein Redner der DKP.

 

Ab 08:00 Uhr wird eine Mahnwache an der Stadthalle (Kreuzung Taubenpöthen) stattfinden, ab 10:30 Uhr findet eine Auftaktkundgebung zu der Demonstration am jüdischen Friedhof (Melsterstraße, gegenüber Stadthalle) statt. Etwa eine Stunde später wird eine Demonstration durch die Werler Innenstadt ziehen, welche nach einer Zwischenkundgebung am Bahnhof wieder in der Nähe der Stadthalle endet um dort lautstarken Protest gegen Rassismus auszuüben

 

Das Bündnis plant auch eine Schweigeminute am jüdischen Friedhof in Werl abzuhalten, die Bundesvorsitzende der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes Cornelia Kerth wird dort über Antisemitismus damals und heute reden – erst kürzlich relativierte der AfD-Abgeordnete Gedeon den Holocaust.
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Wer wir sind

Das Bündnis gegen Rassismus Kreis Soest ist eine parteilose bzw. überparteiliche Gruppierung, welche sich gegen Fremdenfeindlichkeit und Sexismus stark macht.

 

Aktuelle Informationen gibt es auf unserem Facebook-Account!

Was wir tun

Mittels Infoständen und verschiedener Veranstaltungen möchten wir auf Rassismus in all seinen Formen ankämpfen und dagegen vorgehen.